Manchmal ertappe ich mich dabei, wie ich vor meinem Kleiderschrank stehe und denke: „Brauche ich das wirklich alles?“ Strickjacken in verschiedenen Farben, T-Shirts, die ich kaum trage, Dinge, die irgendwann einmal „nützlich“ sein sollten und dann doch nur Platz einnehmen. Und jedes Mal spüre ich dieselbe Wahrheit: Unsere Welt hat ein Ungleichgewicht. Auf der einen Seite Überfluss – auf der anderen Seite Mangel. Es gibt Menschen, die mehr besitzen, als sie jemals verbrauchen könnten, und Menschen, die nicht wissen, wie sie die nächste Mahlzeit finanzieren sollen.
Soziale Gerechtigkeit beginnt nicht in politischen Debatten oder globalen Initiativen. Sie beginnt bei uns. In unseren Entscheidungen. In unserem Konsum.
Wir leben in einer Zeit, in der Konsum so selbstverständlich geworden ist, dass wir gar nicht mehr merken, wie viel Macht wir als Konsumenten eigentlich haben. Jeden Tag treffen wir Entscheidungen, die leiser oder lauter, bewusst oder unbewusst bestimmen, wie viel Gleichgewicht wir in diese Welt bringen.
Konsum – zwischen Über-Konsumenten und Bedürftigen
Es gibt Über-Konsumenten. Und es gibt Bedürftige. Dazwischen liegt ein Raum, den wir füllen können. Einen Raum für Ausgleich, für Gerechtigkeit, für Mitgefühl.
Die Frage ist nicht: „Warum haben manche so wenig?“
Die Frage lautet: „Was können wir tun mit dem, was wir haben?“
Ein einfaches Beispiel: Braucht ein Mensch zehn Strickjacken? Wahrscheinlich nicht. Zwei oder drei wirklich gute reichen vollkommen aus. Die restlichen sieben könnten Wärme schenken – wortwörtlich. Sie könnten in andere Kleiderschränke wandern, in denen sie wirklich gebraucht werden.
Diese kleine Geste zeigt etwas Größeres: Wir müssen nicht alle Probleme der Welt lösen. Aber wir können anfangen, vor der eigenen Haustür zu kehren.
Die Power der Konsumenten
Wir entscheiden jeden Tag:
Wollen wir viele billige Dinge kaufen, die nach kurzer Zeit im Müll landen?
Oder wenige hochwertige, die lange halten, die Ressourcen sparen, die nicht auf dem Rücken von ausgebeuteten Menschen produziert wurden?
Unser Konsum ist politisch, ethisch und spirituell.
Er ist eine Stimme. Eine Verantwortung. Ein Werkzeug.
Und die Vorteile liegen auf der Hand:
- Weniger Müll, weil wir bewusster kaufen.
- Mehr Geld für das, was wirklich zählt – die Gesundheit unserer Kinder, Bildung, Projekte, die Leben verändern.
- Besser für Umwelt und Klima, weil wir nicht Teil eines Wegwerf-Kreislaufs sind.
- Mehr Geld im Portemonnaie, weil Qualität sich langfristig auszahlt.
- Mehr Gerechtigkeit, weil unser Zuviel ein Segen für jemanden sein kann, der zu wenig hat.
Spende dein Zuviel
Es ist ein einfacher Satz, aber er trägt eine große Wahrheit:
„Spendet euer Zuviel an die Armen.“
Nicht aus Pflicht, sondern aus Liebe.
Nicht aus Mangel, sondern aus Dankbarkeit.
Nicht, weil wir reich sind, sondern weil wir teilen können.
Wenn jeder Mensch nur ein kleines bisschen Ausgleich schaffen würde, wäre diese Welt schon heute gerechter. Vielleicht beginnen wir alle mit einem Blick in unseren Kleiderschrank. Oder in unsere Herzen.
Denn soziale Gerechtigkeit beginnt dort, wo wir bereit sind, unseren Überfluss loszulassen – und jemand anderem zurückzugeben, was ihm schon immer hätte gehören sollen: Würde, Wärme und eine Chance.
Deswegen suche ich dich ….
Schlechte Nachrichten, Politikverdruss und düstere Aussichten belasten den einen mehr und den anderen weniger. Doch was immer bleibt, sind bedürftige Menschen und unsere Chance auf gute Taten. Das kann deine und meine Konstante im Leben sein.
Die Spendenbereitschaft unserer Followerschaft ist groß. Viele unserer Sponsoren spenden Geld für unsere Projekte, aber auch Sachspenden. Wenn ich in Deutschland bin, fahre ich Spenden einsammeln, sortiere sie und bringe sie zum Container. Jetzt kannst du in Spiel kommen.
Tätigkeit
Ich suche eine Spenderin bzw. ein Team, das diese Aufgabe ganzjährig übernehmen kann.
Kannst du dir vorstellen, mit mir ein Team der Spendensammlerinnen aufzubauen. Das Team bekommt von mir eine Liste, was genau die Bedürftigen in Gambia benötigen. Weitere Tätigkeiten sind:
- Die Spenden verpacken,
- mit Nummern bekleben,
- zum Container bringen.
Sollten sich doch Sachspenden einschleichen, die in Gambia nicht benötigt werden, können diese Sachen entweder im vereinseigenen Flohmarkt verkauft oder an andere Hilfsorganisationen weitergegeben werden. Alle benötigten Materialien stelle ich euch zur Verfügung
Voraussetzung
Du wohnst in Berlin (Teamleiterin), hast einen Führerschein und ein Auto (bei Bedarf kannst du auch unser Auto verwenden), hast Platz für ein Regal in deiner Wohnung für die Flohmarktspenden und ein paar Stunden Zeit im Monat? Dann bist du hier richtig. Teammitglieder können natürlich auch aus anderen Bundesländern kommen.
Was bekommst du dafür
Jede Menge Belohnung und Hassanat, du triffst tolle Schwestern, die ein genauso großes Herz haben wie du und ich, du hilfst überschüssige Artikel sinngerecht weiterzuleiten und unseren Geschwistern in Gambia ein Lächeln auf das Gesicht zu zaubern.
Lasst es eine feste Konstante in unserem Leben sein Gutes zu tun.
Wenn du Teil des Teams sein möchtest, melde dich bei mir mail(at)helpthepoor.de – ich erkläre dir wie es ablaufen könnte. Eine Vergütung über die Ehrenamtspauschale ist möglich
P.S. Wer noch spenden möchte, bis 10.12. nehme ich noch Pakete an. Schreibe mich an, ich schicke dir die Adresse.

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